Gelesen: Die Frau im Schatten

von Dorinde van Oort.  

 

Das Positive vorweg: Die Autorin kann schreiben. Präzise und fesselnd.

 

Und trotzdem habe ich noch niemals ein Buch gelesen, das sich so sehr in Ahnungen, Vermutungen, Annahmen verliert. In detailliert entschlüsselten fotografierten Blicken, ahnungsvoll zwischen den Zeilen von Briefen lesend und in den Aktionen Dritter, die nicht so wollen, wie die Autorin will, in Schlussfolgerungen ohne Grundlagen und phantasierten Momenten, wie z. B. einem Weihnachtsgottesdienst oder aus einem Rollstuhl heraus. 

 

All das macht die angebliche Lebensgeschichte Annetje Beets platt, banal, völlig subjektiv und letztendlich nicht nachvollziehbar, da Fakten zwischen all diesen Privatismen fehlen. 

 

War sie wirklich dieses egoistische, bösartige, intrigante, angedeutet pädophile Luder voller Lebenslügen oder in Wirklich völlig unspektakulär ganz anders?

Kommentar schreiben

Kommentare: 0