Oh, du mein Solei!

Plötzlich hatte ich solch einen Jieper auf diese schon lange nicht mehr geschmeckte Delikatesse: Soleier!

 

Liegt auch mit daran, dass wir das Glück haben, wirklich gute & glücklich Eier zu bekommen. 

 

Wohlan, also wurden Soleier angesetzt - und für noch Kurzentschlossene würde die Zeit bis hin zu Ostern auch noch locker reichen, sich selber ein Soleierglas anzusetzen:

Für den Sud habe ich die trockenen Hüllschalen von von braun- und rotschaligen Zwiebeln in Wasser aufgekocht, dann den Topf von der Platte gezogen und alles 30 Minuten ziehen lassen. Dann die Schalen abseihen und weg mit ihnen. 

 

Den Sud ließ ich nun zusammen mit Salz, Senfkörnern, Kubebenpfefferkörnern, Lorbeerblättern, Kümmel, grünen und einer schwarzen Kardamomschote, Essig und Nelken ganz kurz aufkochen lassen, damit sich das Salz auflöst und nun über die in einem großen Glas schon aufgeschichteten, gekochten Eier, deren Schalen ich leicht angeknickt hatte, gegossen. Deckel drauf und für mindestens drei Tage ziehen lassen, bevor man das erste Ei genießt. 

 

Hmm!

 

Solei-Connaisseure essen sie mit Essig, Öl, Senf und einem Klecks Senf, wie hier in der Koch-Wiki nachzulesen. Für mich ist das Tinnef, ich liebe sie pur oder etwas luxuriöser mit einem kleinen Klacks Senfmayonnaise. 

 

Zur Haltbarkeit von Soleier: Durch die Salzlake werden die Eier konserviert und halten sich ohne Kühlung locker für zwei bis vier Wochen, wobei es auch noch länger gehen soll. Das Ei schmeckt dann immer schwefliger, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

 

Guten Appetit!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0