Oh! Danke! Ein Stöckchen ;)!

Die liebe No Supermom hat mir ein Stöckchen zugeworfen, für das ich mich hiermit lieb bedanke und ihre Fragen beantworte:


1. Bier oder Wein? Weder noch.

2. Schokolade oder Chips? Wenn ich jetzt in diesem Moment wählen müsste: Letztere, französische bitte und salzig. 

3. Was machst du mit Büchern, die du gelesen hast und bestimmt nicht noch einmal liest: Wegwerfen? Verschenken? Verkaufen? Bookcrossing? Alles. Wobei ersteres Schicksal bisher nur eine der unerträglichen Hera Lind-Schmonzetten traf. Ich weiß nicht mehr, wie sie hieß, aber dass ich nicht über Seite 15 heraus kam, was mir schon sehr schwer fiel. 

4. Hast du noch Kontakt zu Sandkasten-/Schuldfreunden oder -freundinnen? Nur sehr selten. 

5. Wenn du Briefmarken sammeln würdest (vielleicht tust du es ja auch?): Sammelst du alles aus einem Land, alles aus einer Epoche oder nach Motiven? Hab ich in meiner Kindheit gemacht (nur mit geringem Ehrgeiz), querbeet, vor allem von Verwandten/Bekannten/Freunden von jottweedee.

6. In welcher Stadt würdest du gern leben, wenn du dir keine Sorgen ums Geldverdienen und Mietzahlen machen müsstest? Gibt's nur eine: Heidelberg ♥!

7. Hast du schon einmal Bullet Journaling ausprobiert? Nö, danke aber für den Link, kannte ich noch nicht.

8. Gibt es eine Chance in deinem Leben, die du verpasst hast und heute froh darüber bist? Nein, ich bin mit mir im reinen.


So sehr ich mich über das Stöckchen freue, ich werde es aber nicht weiterreichen. Ehrlich, ich wusste gar nicht, dass es noch Stöckchen gibt :) - bitte nicht enttäuscht deshalb sein. Wer diese Fragen hier für sich aufgreifen oder noch weitere stellen möchte, darf das gerne tun. 


Als ich vor 12 Jahren mit meinem 1. Blog begann, gab es noch recht viele davon, aber vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil ich mich in den letzten zwei Jahren nicht mehr allzu konsistent durch Blogland bewegt habe, weshalb ich auch gar nicht weiß, ob und wenn ja, wieviele Follower ich habe, wobei ich zu Zahlen sowieso noch nie ein Verhältnis hatte. Am Schreiben an sich habe ich wirklich große Freude, mal mehr, mal weniger und es in dieser Form praktizieren zu können, ist mir eine große Bereicherung in meinem Leben. Hielt ich mich in den ersten Jahren noch sehr viel im Internet auf, ist das mittlerweile nicht mehr so. Es fasziniert mich sehr, was möglich ist, ich probiere auch gerne mal was aus, halte jedoch ebenso gerne Distanz. Ein Jahr FB hat mir gereicht. Das Argument dort geschlossener Gruppen zieht für mich nicht. Die Datensammelei und -auswerterei geht mir gehörig auf den Sack, deshalb bei mir auch kein WA, ich habe keine Paybackkarte und auch kein Eifohn. Anzunehmen, dass man so intransparent sei, ist lächerlich, aber ich möchte auch nicht allen Datenkraken Tür und Tor öffnen. Es macht mir keinen Spaß, alles und jederzeit mit meinem Handy zu dokumentieren - manchmal lasse ich ganz bewusst meine Kamera daheim, weil ich gar nicht alles als Bild festhalten möchte, sondern mich lieber auf den erlebten Moment konzentriere. Apps nutze ich nicht - ja, es gibt ganz tolle, die unglaublich praktisch sind, aber siehe oben, laberrhabarber, blablabla ;).


Was mich an dieser schönen neuen Welt ankotzt ist, dass es zwar noch nie so einfach war, sich Wissen anzueigenen (siehe z. B. Shitstorm und Empörung), viele User aber vor vollen Trögen regelrecht verblöden. Likelikelike und call-me-your-friend sei Dank - und so kommt es mir vor, dass dadurch manches sehr viel konformistischer ist als in der Zeit, als ich aufwuchs, in der zwar auch gedisst, disliked und gemobbt wurde, aber eben nicht in dieser sekundenschnellen Dimension, in der mancher gefilmtvorgeführt wird, bevor ihm überhaupt bewusst ist, dass da jemand mit dem Handy steht und das Filmchen ins große On stellt, um sich und erst recht allen anderen zu beweisen, wie spack, assi und out das Objekt doch ist. 


So genial digital auch ist, manchmal ist analog einfach unerreicht besser. Ein Hoch auf den Straßenatlas!

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