Mammographie

Das erste Mal ein Mammographie-Einladungsschreiben aus dem Briefkasten zu holen, ist schon ein komisches Gefühl. 


Wenn man es bekommt, ist man definitiv in einem Alter, in dem man schon viel über das Für und Wider dieser Untersuchung zu hören bekommen hat. Und jede von uns kennt zumindest vom Hörensagen eine, die die Diagnose "Brustkrebs" bekam. Letztes Jahr z. B. starb eine Frau, die ich von früher kannte, die in meinem Alter war, daran. Unsere Kinder spielten gemeinsam im Sandkasten, gingen zusammen in den Kindergarten und in die Grundschule. Traurig ist das. 


Eine Versicherung, daran nicht zu erkranken, gibt es nicht, auch nicht dann, wenn man alle Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt. 


Und wie mit allem ist es so, dass jede ihre eigene Meinung zur Mammographie hat. Eine Bekannte riet mir kategorisch davon ab, denn bei ihrer engsten Freundin sei bei der 2. Mammographie auf einmal ein Knoten in der Brust sichtbar geworden, der beim 1. Mal nicht dagewesen sei und es wäre ganz klar, dass der nur von dieser Untersuchung gekommen wäre. Man müsse nur immer gesund leben, sich von der Maschinenmedizin fernhalten, dann würde man schon nicht an Krebs erkranken. Mal ganz abgesehen davon, dass die Schmerzen, die man bei den Aufnahmen aushalten müsse, ganz schreckliche wären. Wie gesagt, zu diesem Thema kann und darf jederfrau ihre eigene Meinung haben. 


Ich habe mir alles angehört, was mir dazu erzählt wurde, mich durch unterschiedlichste Quellen gelesen und letztendlich meine Frauenärztin um ihre ehrliche Meinung gebeten. Sie riet mir zu. Alla gut, nun halt für mich Mammographie die 2. Nein, ich hatte keine schreckliche Schmerzen bei den Aufnahmen. Ist nicht gerade angenehmen, so zusammengedrückt zu werden, aber es ist ohne weiteres auszuhalten und ich kann mir viel unangenehmeres vorstellen. 


Spätestens in zwei Wochen, hieß es, werde ich den Brief mit dem Untersuchungsergebnis bekommen und ich wünsche mir ganz feste, dass dieses Mal nicht drin steht, dass ich wegen eines unklaren Befundes zu einer weiterführenden klärenden Untersuchung eingeladen bin. Und wenn es doch so sein sollte, dann hoffe und wünsche ich ganz feste, dass ich auch dann wieder mit einem rundum guten Ergebnis wieder heraus zu meinem Mann kommen werde. Dieses Kopfkino, das sich bis dahin abspult, dass ist schlimmer wie die ganze Untersuchung an sich. 


Alle, die gegen diese tückische Krankheit ankämpfen müssen, ihren Familien und den Menschen, die sie lieben, wünsche ich viel Kraft und alles Glück der Erde.

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Kommentare: 1
  • #1

    Andrea (Samstag, 28 März 2015 21:26)

    Hallo liebe Ev,

    hatte die Einladung letztes Jahr im Briefkasten. Habe die Untersuchung selbst als nicht schlimm empfunden, aber das Warten auf das Ergebnis war schon hart - zumal man maximal 7 Tage angekündigt hatte - und die wurden auch voll ausgereizt.

    Drücke Dir die Daumen, dass es auch für Dich gut ausgeht.

    Liebe Grüße

    Andrea