Maisie-Poncho

Mein Maisie-Poncho ist fertig, von dem ich hier schon einmal schrieb, nachdem ich ihn nach dem ersten Sehen unbedingt und ganz sofort entgegen all meiner anderen Strickpläne sofort anschlagen musste.


Das Evilla-Vorgarn in Kombination mit dem geribbelten 6-fach Schoppel-Schokoladenseite hat sich sehr angenehm verstricken lassen, aber ich möchte doch betonen, dass das für mich so ist. Es ist nicht das erste Mal, dass ich Vorgarn verarbeitet habe, das aufgrund seiner zarten Textur dazu neigt, sehr leicht zu reissen. Man muss dieses Garn und seine langsamere und sorgfältige Verarbeitung schon mögen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das nicht jederfraumann liegt. 

Die beiden Garne ergeben zusammen ein sehr harmonisch ineinander greifendes Farbbild und ich mag diesen flauschigen, fast schon ein wenig filzigen Griff, den das Vorgarn mit sich bringt. 


Schon während der Verarbeitung habe ich es nicht eine Minute bereut, dass ich die Quergestrickte Jacke dafür geribbelt habe und jetzt, wo Maisie fix und fertig ist, erst recht nicht:

Die Seiten des Ponchos sind offen, nicht miteinander vernäht, und das das ermöglicht es besonders, ihn mit unterschiedlichsten Kleidungsstücken zu tragen. Sei es wie hier mit einem Kleid oder mit einem Pullover, Sweat- oder T-Shirt.

In der Anleitung wird der Poncho am rechten und am linken unteren Rand mit zwei Knöpfen geknöpft, da ich mich aber gut genug kenne, um zu wissen, dass sich bei meinem Bewegungsdrang diese Knöpfe immer wieder ungewollt aus den Knopflöchern schlüpfen wurden, entschloss ich mich, nicht zuletzt aus praktischen Gründen dazu, jeweils an Vorder- und Rückseite zwei Knöpfe fest miteinander zu vernähen. 


Heute früh saß ich über meinen gesammelten alten Gürtelschnallen, durchstöberte sämtliche Knopfschatullen, legte auf, probierte, verwart, konnte mich einfach nicht entscheiden und dann fielen mir die zwei Monsterknöpfe ein, die ich 2006 bei "Handarbeit & Hobby" in Köln entdeckt hatte. Der Poncho bekommt so sein rustikales Tüpfelchen auf dem I, dass sich mit zwei geschliffenen und geölten Holzknöpfen auf der Rückseite fortsetzt:

Nach diesem erfolgreichen Transformation wird es mir um so leichter fallen, 2 - 3 andere Strickstücke wieder aufzutrennen, die bei mir auf Halde liegen, weil ihre Passform nicht so ist, wie sie sein sollte. Mancher tut sich damit schwer, weil die Arbeit, die man in das Garn schon einmal hineinlegte, so zunichte gemacht wird, ich sehe da aber nicht so - für mich zählt die Nachhaltigkeit  und der Weg zum Ziel - und - mal ehrlich - so ein schönes Garn zweimal verarbeitet haben und so auch mehr Erfahrungen mit ihm sammeln zu dürfen, das hat doch auch ganz schön viel für sich ;)!

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