Schöner schäumen mit Haarseife

Schritt für Schritt gehe ich gegen die Plastikflut um mich herum an.

 

Joghurt wird nur noch im Glas gekauft, denn mein Joghurtbereiter ist auch aus Plastik. Milch wird ebenfalls nur noch in der Glasflasche gekauft. Genauso wie Wasser und Säfte. Ich versuche beim Einkaufen möglichst auf Plastikumhüllungen zu verzichten: Kaufe meinen Käse am Stück und ihn und die Wurst beim Händler des Vertrauens. Obst und Gemüse wandern direkt in die Stofftasche. Beim Einkaufen habe ich immer unterschiedliche Taschen und Körbe dabei, in denen ich alles transportieren kann, ohne weiteren Umverpackungsmüll zu produzieren.

 

Lang ist's her, aber es gab auch in meinem Leben mal eine Tupperphase. Das war so praktisch unkaputtbar und daher sicher, als die Kinder noch klein waren. Jetzt wird es benutzt, bis es definitiv kaputt ist und sukzessive durch Keramik und Porzellan ersetzt. Oft durch alte Stücke, die ich auf dem Flohmarkt finde. Es macht mir Spaß, die unterschiedlichsten Sachen auf dem Esstisch zu kombinieren.

 

Auch bei der Kleidung versuche ich, Polyfasern zu vermeiden wo es geht.

 

Was das mit Haarseife zu tun hat?

 

Alles!

 

Irgendwann bin ich im Bad gestanden und mir wurde bewusst, wieviel Plaste sich nur in diesem einen Raum befand: Shampoo, Duschgel, Zahnpasta, Zahnbürste, Bodylotion, Handcreme, etc.

 

Erschreckend.

 

Ich habe darauf keine Lust mehr.

 

Also habe ich damit begonnen, mich zu informieren, hinzusehen und zu hören, zu recherchieren und letztendlich auch auszuprobieren.

 

Alles rund um die Körperpflege kaufe ich seit Jahren sowieso nur bio, was zusätzlich meinen Allergien geschuldet ist, aber auch da: Plastik wohin man greift. Auch bei veganen Produkten.

 

Ich möchte das nicht mehr.

 

Meine Alternative:

 

Ich greife zu Seife.

 

Auf Kunsthandwerkermärkten und im Internet gibt es so viele Möglichkeiten, sich darüber zu informieren und auszuprobieren - gerade letzteres habe ich ausgiebig genutzt und komme jetzt da an, wo ich hin möchte.

 

Bei der Seifenmanufaktur Mehlhose habe ich mir diverse Haarseife-Proben bestellt.

 

Begonnen mit der Zicke, die meine Haare einfach nur glücklich macht. Da ich schon sehr lange keine Shampoos mehr benutzt habe, die Palmöl und/oder Silikone beinhalteten, war die Umstellung überhaupt kein Problem für mich.


Ich schäume die Seife direkt auf meinem nassen Haar auf und schon dieser herrlich feinporige Schaum ist eine Wohltat, so sanft wie ein Tuff aus Sahne ;). Ich seife mein Haar nur einmal ein. Da es sehr fein ist, reicht das. Nach dem Ausspülen folgt noch eine Rinse mit kaltem Wasser - spätestens jetzt werde ich richtig wach. Nach dem ich mein Haar trocken gerieben habe, kommt das, was es schon jahrelang nicht mehr gab: Kein Ziepen, kein Reißen, keine stumpf aneinander hängenden Haarsträhnen. Die Bürste geht ohne Probleme durch und fertig. Wenn meine Haare ganz trocken sind (ich föhne nicht), glänzen sie, hängen nicht einfach strähnig herunter. Kein Jucken auf der Kopfhaut, einfach rundum ein gutes Gefühl, bis in den Abend hinein und gerade dann kein Nachfetten, wie es früher so oft war.


Shampoo- und Duschgelplastikflaschen auf Nimmerwiedersehen - ich schäum mich lieber ein!

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Kommentare: 3
  • #1

    Kirsten Schultze (Mittwoch, 24 September 2014 12:52)

    Vielen Dank für den Tip, ich musste sofort viel bestellen! :-)

  • #2

    Franzi Klatt (Mittwoch, 24 September 2014 21:15)

    Mir geht es genau so...also mit der Plaste den Kunstfasern und der Haarseife.
    Und die Neurodermitis auf Kopfhaut hat sich seit ich nur noch mit Seife wasche deutlich gebessert...

    Liebe Grüße

  • #3

    Ester (Donnerstag, 25 September 2014 10:23)

    Ich bedanke mich ebenfalls für den Tip - ich bin schon seit einer Weile auf der Suche nach guten (Haar)Seifen, die nicht so extrem duften, nicht so viel Chemie beinhalten und dabei aber gut schäumen.
    Und klar, daß nicht nur Haarseifenproben bestellt wurden :-)

    Bunte Grüße, Ester