Mein Sommersonnehäkelhut

Ich liebe Hüte. Ich habe kein Hutgesicht. Ich mag Topfhüte, solche wie in den 20ern. Und ich habe nur selten Hutmut. Aber ich liebe sie!

 

In der Ausgabe Sommer 2013 von Die Allgäuerin ist die Anleitung für einen gehäkelten Hut aus Papiergarn enthalten und sobald wir wieder daheim waren aus dem Allgäu, war klar, den wollten wir auch für den Sommer haben.

 

Das Allgäu. Ich liebe dieses Landschaft, die unverbrüchlich zu meiner Kindheit gehört. Sobald sie autauchen am Horizont, die Konturen der Berge, geht mir unweigerlich das Herz auf, voll bittersüßer Erinnerungen.

 

Die Allgäuerin entdeckten wir bei unserem Abstecher zu Fischer-Wol. Ich ging dran vorbei an den Heften auf dem großen runden Tisch, weil ich dachte "Oh je, die x-te Landlustliebe-Variante", aber als ich schon längst durch Wollepläne schwebte, schaute meine Mam, wie gut, dass sie so anders ist als ich, sich die Hefte ganz genau an und war begeistert. Ich hörte ihr nur mit einem Achtel-Ohr zu, als sie davon berichtete und dachte nicht weiter darüber nach. Bis wir an der Kasse standen. Da entkam ich ihr und den Heften nicht mehr und - schwupps - war es auch um mich geschehen. So ein schönes Magazin aber auch! Wenn Ihr mal im Allgäu seid, dann schaut unbedingt rein, denn außerhalb vom Allgäu werdet Ihr es nicht im Zeitschriftenhandel finden, da der AVA-Verlag nur im Direkt-Vertrieb verlegt.

 

Zurück zum Hut:

 

Das Garn dafür wird bei Schmeichelgarn bestellt, wählen kann man aus 18 verschiedenen Farben. Eine tolle Sache ist, dass der Faden ohne Knoten durchläuft. Überhaupt die Textur: Das Garn war sehr angenehm zu verarbeiten, auch völlig ohne irgendwelche unangenehmen Gerüche.

 

Ich habe mich für die Nr. 47, Rohweiß, entschieden, um meinen Hut nach Lust und Laune kombinieren zu können.

 

 

Von Beginn an wollte ich ihn verzieren und dachte an eine meiner Filzblüten und/oder auch die alten Hornknöpfe, die ich auf dem Flohmarkt in Kempten entdeckte. Ich mag die Kontraste zwischen hart und zart und die Melange unterschiedlicher organischer Materialien.

 

Letztendlich blieb es dann nur bei einer Blüte, alles andere wäre mir dann doch zu überladen und verspielt.

 

Die Struktur des Hutes ist keine besonders feste. Er ist und bleibt formbar, was mir sehr entgegen kommt, da ich ihn so einfach einpacken und überallhin mitnehmen kann.

Technische Daten:

1 Häkelnadeln Nr. 3,5

1 Knäuel "Natural Club", Farbe Nr. 47, von Schmeichelgarne

1 große Filzblüte

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Kommentare: 1
  • #1

    Petra (Dienstag, 15 Juli 2014 21:44)

    Toller Hinweis, danke! Ich mag Hüte sehr gerne und habe viele. Leider trage ich sie nicht oft, weil ich meist auf dem Fahrrad unterwegs bin und da sind sie unpraktisch :-(
    Joghurteis von weiter vorn: Habe ich auch gemacht, mit griechischem Joghurt nach einem Rezept aus der BRIGITTE. War leider nicht so toll und inzwischen habe ich die Eismaschine verschenkt. Beim nächsten Mal rühre ich öfter mit dem Stabmixer durch habe ich mir vorgenommen.
    Viele Grüße, Petra