Gehen ist Ankommen.

Ich steige eine Station vorher aus der Bahn und gehe. Im Zug lese ich, draußen, auf meinen Füßen, laufe ich mir den Kopf frei.

 

Manchmal lasse ich einfach ziellos meine Blicke schweifen.

Manchmal strukturiere und takte ich mir die kommenden Stunden.

Manchmal knüpfe ich die Gedanken der letzten Tage aneinander, um sie zu begreifen.

Machmal laufe ich, weil es mich runter holt, mich erdet.

Manchmal laufe ich mit dem festen Plan für ein Photo.

Manchmal laufe ich wegen allem was blüht, wegen den Häusern, Schildern, Schaufenstern.

Manchmal laufe ich, weil ich bei dem Bäcker vorbeikomme, dessen Laden länger als breit ist.

Manchmal laufe ich, um Blicke in Fenster zu erhaschen.

Manchmal laufe ich einfach wegen der ruhigen Straßen, die am Morgen ganz mir gehören.

Manchmal schweife ich ab vom gewohnten auf neue Wege.

Manchmal laufe ich, um dem Schreiben ein Feld zu bereiten.

 

Egal warum ich gehe, am Ende komme ich immer an.

Egal was das Ziel ist, komme ich in manchen Momenten genau dann bei mir an, wenn ich mit dem 1. Schritt zu gehen beginne.

 

Ich genieße das. Die immer neuen Inspirationen, das Träumen, die frische Luft, die dabei meine Lungen füllt.

 

Gehen, um anzukommen, ist so Teil eines jeden Tages, um mich zu bewegen.

Gehen, um anzukommen, ist aber auch eine Metapher für das gespürte Leben, dessen Wege nicht sichtbar sind, die man nicht unter den Füßen, sondern im Herzen fühlt.

 

Manchmal ist es die einzig richtige Entscheidung zu gehen, um anzukommen.

 

Egal in welchem Zusammenhang.

 

Verstehen und durchgehen muss, kann, darf das nur ich.

 

Egal in welcher Situation.

 

 

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