Aufräumen

Aufräumen ist eine gute Sache. Erst drückt man sich davor, will nicht so recht ran an die versteckten Ecken, an die Stapel und all das, an was man schon länger nicht mehr gedacht hat.

 

Vielleicht, weil es einem schwer fällt, los zu lassen, etwas her zu geben, das man vielleicht irgendwann, irgendwie, irgendwo noch brauchen könnte, das einen mit Erinnerungen verbindet.

 

Dann beginnt man doch damit - und wenn dann alles weg ist, wird man mit dem wunderbaren Wissen um den Balast belohnt, der nun endlich fort ist :).

 

Ich habe digital aufgeräumt und bin fac*b**k losgeworden.

 

Und das nicht wegen dem WhatsApp-Deal vor einigen Tagen.

 

Nachdem mich Christiane vor einem Jahr und mehr hinein massierte und ich mir dachte "O.k., probiere doch mal aus, worum es sich dabei dreht, was du so massiv für dich ablehnst, dann kannst du dich immer noch entscheiden", hab ich es wirklich ausprobiert, besser gefallen hat es mir trotzdem nicht. Es ist bequem, ja, und es erleichtert die Kommunikation, ja, aber es frisst eben auch Zeit und Daten.

 

Ich bin nicht so naiv zu denken, dass ich nicht schon längst ein datengläserner Mensch bin, immerhin bewege ich mich nun bereits im 11. Jahr intensiv durchs Inet hindurch, habe und werde Spuren hinterlassen, z. B. hier, aber gut finden und überall dabei sein muss ich deshalb noch lange nicht. Ich nutze viel und werde weiterhin nutzen. Wenn es nur darum gehen würde, dass ich ausgespäht und analysiert werde, wenn es nur das wäre, aber die Strukturen zu den Menschen, denen ich dort begegne, werden genauso ausgespäht & analsysiert, um mich und sie noch effektiver für  mindestens eigene  Gewinnabsichten benutzen zu können und das kotzt mich an.

 

Ich maße mir auch keine Meinung an über die, die drin bleiben wollen. Das ist für mich, wie für jeden anderen, eine ganz persönliche Entscheidung.

 

Bevor ich mit 2 Klicks einen Schlussstrich zog, habe ich gestern zusätzlich schon einmal Kontakte, Bilder, Beiträge gelöscht, was sehr interessant war, denn 2 meiner Bildern wollten sich einfach nicht löschen lassen, und nachdem ich gemeint hatte, alle Beiträge wären weg, tauchten dann doch immer wieder neue auf, die eben noch nicht "gelöscht" waren. Nein, ich bin kein Dödel, ich weiß schon, dass die Datensammler sich nix so einfach weg nehmen lassen, interessant war es trotzdem. Hat mir zu eigenen Erfahrungen verholfen (sic!).

 

Ich bin niemand, der den Fortschritt ablehnt, aber ich glaube auch nicht daran, dass meine Glückseeligkeit davon abhängt, alles auszuschöpfen, was geht. Beim BR gab es dazu einen überaus sehenswerten Beitrag mit dem Titel Besinnung auf das Notwendige - Ein Leben im Bauwagen.

 

Und wer vielleicht doch mal Lust auf kritischere Informationen hat, hier entlang bitte schön:

 

- Die Sucht nach Facebook, nach Klicks, Likes, Infos.

- Facebook weiß ob die Partnerschaft hält - na, wie kommen die denn darauf?

- Sascha Lobo bietet immer gute Denkansätze.

- Und hier die 2 angesprochenen Aufräum-Klicks, für die, die wissen möchten, wie das funktioniert, wenn man facebook löschen möchte.

 

Ich fühl mich gut so, ohne den "fast fooling socialite-Stein" in meinem Rucksack. Und das ist doch die Hauptsache.

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Angela (Dienstag, 25 Februar 2014 14:43)

    Nicht schlimm, ich finde Dich ja immer und überall :-)
    Bussi
    Angela