Mi
16
Mai
2012
Missgunst, Neid & Gier
Vom Krawoll in der Wollhändlerwelt habe ich das erste Mal bei Christiane Drachenwolle gehört und gelesen. Hier bei Geli Frau Wo aus Po findet sich eine ausführliche Linkliste, anhand der man sich vortrefflichst zu diesem Thema informieren kann, weshalb ich dieses gar nicht weiter anschneiden möchte.
Wie vielfach ausgeführt, ist es höchstwahrscheinlich so, dass hier ein Denunziant aus dem eigenen Wolleinzelhändlerreigen die Abmahnwelle ins Rollen gebracht hat. Aus vielerlei Gründen denke auch ich, dass dem so ist.
Was ist das für ein Mensch, der so etwas macht?
Ich sage jetzt ganz bewusst nicht Frau oder Mann, obwohl ich für mich da ein recht deutliches Bild vor Augen habe.
Ein Mensch, der auf solche Mittel zurück greift, ist nicht dumm. Dieser Mensch ist durchtrieben, meidet die offene Konfrontation, schmiedet Ränke, fühlt sich unverstanden und leidet darunter, dass niemand außer ihm das Genie erkennt, das in ihm nicht nur schlummert. Missgunst, Neid und Gier treibt ihn, den ewig Unverstandenen an. Er ist ein ein Querulant, ein Nörgler und kämpft mit Hingabe gegen Windmühlen. Immer wieder. Und auch dann noch, wenn sein Gegenüber davon nur noch einen Brechreiz bekommt. Er hält sich für die Perle seiner Zunft, für intelligenter als seine Kollegen, missioniert seine Kunden, ganz egal, ob sie das wollen oder nicht.
Er kann alles und beweist das allzu gerne. Und wundert sich dann, warum er immer am Rand steht, nicht mitspielen darf, wenn alle anderen Spaß haben.
Seine Gier ist nicht profitgesteuert, seine Gier ist von einem innigen Wunsch nach Anerkennung getrieben.
Ich wette, er hat sich ganz und gar großartig in dem Moment gefühlt, als er seine Schuldigen an den Pranger stellte. Wie ein fahler Gollum. Und wie diesem werden auch ihm erst die Augen aufgegangen sein, als alles zu spät war.
Dummen Menschen, sagt der Volksmund, sind gefährlich. Intelligente Intriganten aber wie dieser, sind brandgefährlich.
Ein Trost mag sein, dass auch erbärmlich Wichte ernten werden, was sie gesät hat.
Di
15
Mai
2012
Aufgepimpt
Einige verschärft verfieberte Grippetage haben mir bei der Lösung des Problems der Unfotografierbaren geholfen: Ich habe ganz einfach am oberen Abschluss und in den Ärmeln einige parallel verlaufende Fäden eingezogen, mit deren Hilfe die richtige Länge gerafft, verknotet und geflochten. Eh voilà - und schon entstand ein neuen Lieblingsstück:
Auch von der PIA gibt es endlich Tragebilder. Mistwettrige:
Ich liebe es, mein Selbstgestricktes zu tragen! Und wenn ich dann wie bei den Einfach Frühling-Socken eine vollkommen begeisterte Rückmeldung bekomme, dass diese Socken so gut passen wie keine davor, dann bin ich schlicht und einfach sehr glücklich ♥.
So
06
Mai
2012
schwarz, verwitwet und mit grün – henriette klevenow³
Ich liebe Frau Jettes Schwarzkunst. Ich habe sie alle. Auch ihre Dritte. Mit Widmung sogar.
Ich singe, summe, brumme ihre Lieder mit. Momentan bevorzugt im Auto. Weil ich da mit mir und der Musik allein bin. Und niemand "Huch!" und "Ach!" und "Was'n das?" und "Nee, das ist mir zu morbide" sagt. Weil morbides so schön sein kann.
So wie der morbide Charme verfallender Noblesse alter Jugendstilhäuser. Komisch, den finden viele chic. Vielleicht, weil sie da nur gucken, nicht denken müssen.
Ich mag es, wenn Frau Jettes Stimme so einen Knick kriegt, wie 'n Falz in einem Satinband. Und ich mag sie dann, wenn sie beim Hören so einen carpendalesken Touch bekommt und dann denke ich "Mei, wenn der doch bloß solche Lieder gesungen hätt, dann hätt ich den auch mögen können".
Aber ich mag sowieso alle ihre Lieder und wenn ich dann beim Singen, Summen, Brummen so vor mich hin fahr, sitze oder ganz was andres mache, dann stell ich sie mir vor, auf 'ner Bühne, aber nicht so eine von denen, die glänzt und glitzert, sondern so eine, deren Patina vom vielen Leben drumrum schon ganz gelbstichig ist und sie sitzt dann da auf einem Stuhl und singt und zupft die Gitarre und das nächste "Dimdidelidim" kommt in rot mit bisschen weiß, so wie ein fleischgewordner Fliegenpilz, von mir, immer am Mississippi entlang.
Und wenn ich mal ganz viel Zeit nur für mich habe, keine Verpflichtungen mich verpflichten und ich alle drei CDs nacheinander ungestört laufen lassen kann, dann entstehen so Kleinigkeiten wie diese hier:
Abgeknipstes und weggeworfenes Apfelbaumzweiglein. Von mir aufgehoben und nun zum hinten in die Haare stecken.
Blümcheninspiration aus Tildas neue Sommerwelt. Aber wirklich nur für's Blümchen. Der Rest, die Blätter und das Zweiglein, das kam so aus mir heraus. Beim Hören von Frau Jettes Liedern.
Mi
02
Mai
2012
Aufgebügelt
Welche Strickerin kennt es nicht das Problem, dass Strickstücke gerne mal vom Bügel rutschen? Für Stricktücher lässt sich das Problem auf das bonfortionöseste mit den Lacebügeln von sockenbretter.de lösen. Was aber, wenn die Tunika, der Pullover, das Top mehr vom Bügel rutschen, als schön relaxt auf ihnen zu hängen?
Da weiß die aktuelle LandLust, Ausgabe Mai/Juni 2012, Rat in ihrem Artikel "Verkleidungskünstler":
Aus ollen, unansehnlichen und zu oft unpraktischen Draht- und Holzbügeln werden per Häkelnadel nicht nur stylishe, sondern auch sehr funktionelle Strickschatzhalterchen, die sich nicht alles einfach mit 'nem "Pffft" von den Schultern rutschen lassen:
Technische Daten:
1 geschmackloser Drahtbügel
1 Rest Gedrifra "Donatella" in Kreischpink
1 Häkelnadel Nr. 5
1 Häkelblümchen als Bügelschnickeldi
Geht sogar mir leicht von der Hand und das Beste: Nix rutscht mehr!
Hätt ich auch mal eher draufkommen können, hängt doch seit Jahrzehnten ein Bügel in meinem Schrank, der noch in genau dem Originalzustand ist, in dem meine Oma ihn umstrickt und -häkelt hatte:
Und wo ich mich so durch den Blog bügle, gleich noch ein anderer Lieblingsbügel von mir, der auf jeden Fall genau so bleiben darf, wie er schon ist:
Mo
30
Apr
2012
Walpurgis
kommt es über mich
wenn die sonne schwindet
hinter gewolktem kaskadengrau
der bleiche mond
sanft beleuchtet den platz
die scheite zum haufen leg
komm lass uns tanzen
lieder singende trommel
wir trinken die nacht
übers feuer hinweg
wie im rausch
bis es feucht wird das moos
die glut zu asche erstarrt
und die besen zu pflichten
des alltags
Fr
27
Apr
2012
PIA
Als Christiane, die Drachenwolle-Chefin die Februar 2012-Strickpackung für die Tunika PIA vorstellte, war ich ihr, der Chefin sowieso, aber nun auch dem zipfligen Sommeroberteil, hilflos ausgeliefert.
Die vorgestellte Farbkombination in Maigrün/Grün-Türkis gefiel mir in ihrer Frische zwar sehr gut, gesprochen hat sie aber nicht mit mir und nach einer ausführlichen Beratung mit meiner Mutsch, entschied ich mir dafür, sie für mich in Silbergrau/Beere zu bestellen:
Zum Schluss habe ich wirklich gestrickt, wie bekloppt, weil ich sie einfach nur noch fertig haben wollte. Glatt rechts mit recht dünnen Nadeln und vielen Maschen wollte ich endlich durch die Zielgerade hindurch haben!
Zusammengenäht werden mussten lediglich die Schulternähte. Alle Ränder wurden mit einer Reihe festen Maschen und darauf einem Bogenrand umhäkelt, was extrem gut als Abschluss passt. Die Brillanz der Farben steigerte sich noch durch ein erstes leichtes Wollbad, gespannt habe ich sie nicht, es hat gereicht, sie einfach gut und sehr vorsichtig ausgedrückt auf einem Badetuch trocknen zu lassen.
Nach Bad und Trocknen ist die Wolle nun flauschig leicht aufgeblüht, trägt und fasst sich sehr gut an. Überrascht hat mich nur, dass sich das Oberteil etwas mehr in die Länge zog als das Unterteil. Da hab ich obenrum wohl nicht fest genug gestrickt. Mit Oberteilen und mir ist das sowieso immer so eine Sache, ich bin zwar klein und rund, habe aber ein breiteres Kreuz samt Bxxbies, als das meiner Größe gut tut. Tja, es gibt definitiv schlimmeres ;).
Technische Daten:
2 Knäuel Drachenwolle Wolle/Bambus/Seide, Farbe 1 - Silbergrau
2 Knäuel Drachenwolle Wolle/Banbus/Seide, Farbe 17 - Beere
Rundstrick- und Häkelnadel 3,0 mm
Sa
21
Apr
2012
Und gewonnen hat: Rita in Palma!
Applaus! Applaus!
Beim startsocial-Wettbewerb 2012 hat das Label Rita in Palma e.V. den Sonderpreis von uns Angela gewonnen!
Ich bin begeistert von der Idee des Labels, von dem ich das erste Mal in der ZDF heute-Sendung hörte und sah, die Ihr Euch hier ansehen könnt, wenn Ihr möchtet. Auch in der Onlineausgabe der Zeit findet sich ein toller Artikel zu diesem wunderbaren Projekt.
Ich finde dieses Miteinander, voneinander lernen, gemeinsam tätig werden, mehr als großartig!
Weiter so - und von ganzem Herzen wünsche ich allen Beteiligten nur das Beste und Erfolg ohne Ende!
Sa
21
Apr
2012
keep calm knit on
Wer mich kennt, weiß, dass ich eine Leidenschaft für Schurwolle hege. Egal, ob natur oder gefärbt. Ich liebe die Haptik des Materials, seinen Geruch. Verstricke und trage es sehr gerne.
Und ich probiere gerne Schurwollegarne aus, habe immer so ein bis zwei mögliche Projekte im Hinterkopf und so habe ich meinen Schurwollbestand in Jule's Wollshop mit Holst-Garn aufgefüllt:
Als nettes Goodie war ein mir sehr gut gefallender Button mit dabei, den ich gleich mit Hilfe einer meiner Weibsblüten (diese ist aus einem Rest Noro Sockyarn) verarbeitet habe:
Trägt sich sehr gut, auch in Haar, in das sich so langsam aber sicher Weiß mischt:
Gutes und sehr richtiges Motto. Hat was.
Fr
20
Apr
2012
Mit den Händen in der Erde
Mit den Händen bin ich quasi mit dem Herzen in der Erde.
Erde mich selber, komme zur Ruhe und bin mitten drin im Werden, Sein, Vergehen, was etwas sehr Versöhnliches hat.
Ich setze um und neu, überlege, welche Pflanze sich wo am wohlsten fühlen könnte.
Ich freue mich, dass der Lavendel und der Rosmarin die frostigen Tage und Nächte überstanden haben und nun austreiben:
Ich versuche, die Minze mit einem neuen Standort zu versöhnen, eigentlich uns beide zu verwöhnen:
Ohne Frauenmantel und seinen zauberhaften Wasserperlenschmuck mag ich gar nicht sein:
Ich freue mich auf die Farben neuer Blüten:
Oben links: Roter Türkenmohn
Oben rechts: Karpatenglockenblume
Unten links: Pfingstrose Paeonia Lady Alexandra Duff
Unten rechts: Apricotfarbene Strockrose Alcea rosea Pleniflora Chaters
Mittendrin die steinernen Wächter aus dem Dahner Felsenland, den Bayrischen Alpen und dem Isergebirge neben der Hauswurz:
Sa
14
Apr
2012
2. Backnanger Wollfest 2012
Freitag, der 13. April 2012.
Ein Tag, der so anfängt, kann gar nicht anders als gut werden:
Gegen 10:00 Uhr kamen wir an und besuchten, Ehrensache, zu allererst einmal die Wollstube Wollin. Eigentlich wäre es die leichteste Übung, schon dort die angesparte gesamte Barschaft loszuwerden, denn wo, wenn nicht bei Renate, bekommen wir in unserer Gegend in einer solchen Auswahl so tolle Knöpfe und Garne auch von Karen Noe, Debbie Bliss, Noro, Louisa Harding und noch vielen mehr zu sehen?! Wie gesagt, ich wusste, was oben beim Wollest noch warten würde und so nahm ich außer neuen Stricknadeln nur diese zwei Knäuel mit:
Natürlich bummelten wir danach noch die gesamte Fußgängerzone ein Mal runter und wieder rauf, versorgten uns in der Feinkostmetzgerei Eger und in der Bäckerei und Konditorei Mildenberger (Bärlauchknusperle!!!) mit Proviant und fuhren eine Station weiter, um uns hinter der Bahnlinie in der Nähe der Waldorfschule Backnang einen Parkplatz zu suchen - kurz - wir haben es uns einfach weiter gut gehen lassen, was ehrlicherweise alles andere als schwer fiel.
Noch bevor wir allerdings auf dem Gelände der Waldorfschule überhaupt ankamen, war uns klar, dass das diesjährige Wollfest bereits an diesem ersten Tag schon mehr als sehr gut besucht sein würde. Gut so, so soll es sein!
Unser erster Halt führte uns direkt zum nicht nur auf die Faserwelt beschränkten Dreamteam Martina und Annie. Martina spinnt hier an einem Garn, aus dem ein Lanesplitter für ihre Tochter wird und Annie führte wieder virtuos ihr Strickmaschinenkönnen vor. Hinter ihr hängt eine Auswahl der Kleidungsstücke, die sie damit bereits hergestellt hat. Kein Wunder, ist sie doch die Chefin vom Stricknetz und verfügt über ein Wissen und einen Kenntnisstand rund um alles Fasriges, der, davon bin ich fest überzeugt, bei uns in D so ziemlich ohne Gleichen ist.
Annie ist eine wahrer Meisterin ihres Fachs, sie strickt auf ihren Maschinen nicht nur die unterschiedlichsten Pullover, Jacken, wasauchimmer, sondern auch kleines, feines, wie diese Babyschühchen hier. Und das immer mit einem lieben Wort, mit einem Lächeln und einem verschmitzten Augenzwinkern.
Schon im Raum nebenan findet sich der Stand von Herrn Leichtlen:
In Spinnkreisen sind seine liebevoll und mit einer unfassbaren Präzision hergestellten Spinnräder, Spindeln und noch weitere Gegenstände aus Holz sehr begehrt und genießen einen ausgezeichneten Ruf. Frau und Herr Leichtlen geben sich unwahrscheinlich viel Mühe bei der Beratung und Auswahl der richtigen Gegenstände für jeden Interessenten und - natürlich - habe ich mir, wie schon im letzten Jahr, nicht aufgeschrieben, aus welchem Holz schon die zweite Spindel ist, die ich nun bei ihm erstanden habe:
Wenn ich mich recht erinnere, ist diese Kreuzspindel aus Walnuss- und Haselnussholz. Ihre zwei Flügel drehen sich um ein Gewinde, was nicht bei allen Kreuzspindeln von Selbstverständlichkeit ist, mir aber besonders gut gefällt. Und jetzt nehme ich einfach mal das Ende von unserem Wollfest-Tag voraus, denn seinen Abschluss bildete ein Handspindelkurs bei Jürgen Fischer und - ja - Ihr alle, die mir dazu geraten habt, hattet vollkommen recht: Er ist tatsächlich ein Spindel-Guru. Die anderthalb Stunden vergingen regelrecht im Flug und sogar ich ausgewiesenes Hibbel- und Krampfhuhn hatte mein ganz eigenes Klick-Erlebnis! Jetzt heißt es, nicht lockerlossen mit 1. Praxis, 2. Praxis, 3. Praxis.
Hier der Beweis, dass ich einen Faden zustandebekommen habe!
Endziel: Entspanntes Spinn-Ommmmmmmmmmmm ... aber nicht mit aufeinander gepressten Lippen, sondern wohl(l)ig grollend aus der Kehle heraus ;).
An der Kasse dann, nachdem wir ein Tombolalos ausfüllen durften und ein schickes Eintrittsbändchen bekamen, durfte jede von uns auch noch ein kleines Begrüßungslos ziehen und das LANG-Glück war mir hold.
Dann kam er auch schon: Der Wollstand meines Herzens von der Drachenwolle!
Liebe Christiane, ich bin mehr als froh, Dich, nach all dem Schweren, was Ihr als einzelne Personen, Familie und als Drachenwollecrew in den letzten Monaten so zu meistern und zu überstehen hattet, endlich wieder umarmen zu dürfen! Genau dieser Moment war der großartigste des ganzen Tages für mich!
Leute, wundert Euch nicht wegen der Bilder, die habe ich allesamt, wie Ihr sie hier zu sehen bekommt, erst am Abend geknipst habe, als es so langsam wieder ruhiger in den Räumen wurde. Vorher wäre ich zum Fotografieren nie so nah an die Stände heran gekommen. Nachteil ist, dass die Schärfe der Bilder doch etwas schwächelt und dass Ihr nur noch einen Teil der Waren sehen könnt, die zu Beginn auslagen. "Schnappatmung!" war eines der mit tiefster Innbrunst herausgedrückten Wörter, die immer wieder von den unterschiedlichsten Personen aus zu hören waren. Rechts hinter der Theke seht Ihr Christiane, die Drachenchefin, links von ihr steht Martína Kuppler und schaut Euch mal an, was für eine tolle Jacke sie sich aus Drachenwolle gestrickt hat. Die Farben, die sie dafür ausgewählt hat, haben eine unglaublich kräftige Brillanz!
Neugierig auf meine Drachenwolle-Ausbeute? Bitte schön:
Oben links: Hochfeine Merino in Rosenrot
Oben rechts: Das neue und außerordentlich interessante Zweierlei-Garn in Violett und Grüntürkis schattiert
Unten links: Frau Drachenwolle sagt, diese knallige Pinkfärbung heißt "Kolumne".
Unten rechts: Ein Wollwirbel aus den talentierten Händen von Martina Kuppler (die Frau mit der grandiosen Jacke von oben). Eigentlich war ich ja immer der Auffassung, ich bräuchte so ein Dingsi, auf das ein Wollknäuel beim Stricken gepinnt wird, sowas von überhaupt nicht. Aber dann kam das Apriltreffen der Strickperlen in Aglasterhausen und die liebe Wollsporty saß mir direkt gegenüber und hatte so ein Holzdingsi dabei, dem ich wie hypnotisiert beim Drehen zuschaute und schon war es um mich geschehen, erst recht, als Martina diese Färbung hervorzog, tja, wie für mich gemacht. Gibt's übrigens nicht nur in evigen Farben, sondern noch in ganz vielen anderen!
Von Christiane aus ging es direkt zu Christine:
SpinningMartha und ihre Kreativität schätze ich sehr und verstricke ihr Garn, auch nach Ihren Anleitungen, unglaublich gerne. Hinter all dem steckt eine Frau, die man einfach mögen muss - und ich bin sehr, sehr froh, dass wir letztes Jahr bei Annies Spinn- und Stricktreffen in Heilbronn endlich mal mehr als nur ein paar Minütchen Zeit für ein intensives Gespräch hatten. Christine, das Bild mit Dir ist leider nichts, geworden :( - aber: next Wollfest, new chance :)! Auch bei SpinningMartha gabe es dieses Jahr eine Backnang-Wollfest-Färbung, die ihr links sehen könnt, und diese gleich in vier Qualitäten: Sockenwolle, Merino, Lace und Tweed. Floriane, bei dem Strang habe ich sofort an Dich denken müssen!
Links von SpinningMartha fand sich auch dieses Jahr der Stand von "Von Maus zu Kauz" von Andrea Hunger-Ebenhöch, Filzkunst in Vollendung, wie ich sie so noch nirgendwo anders zu sehen bekam:
Wie in Filz gefasste Märchen und die Luchse, die im Bild unten links zu sehen sind, die berühren mich besonders. Würden sie sich einfach ein bischen recken & strecken sich mit einem kleinen Hüpfer bewegen, würde mich das nicht verwundern, so lebendig wirken sie auf mich. Traumhaft.
Na, lest Ihr noch mit? Oder ist es Euch schon zuviel geworden mit der Scrollerei immer weiter nach unten? Sorry, ich bin noch nicht fertig, es geht noch weiter, es kommt noch mehr:
Hier auf dem Bild steht Renate, die Inhaberin der Wollstube Wollin, neben der Klöpplerin Uli Baysie, rechts von den beiden lieben Damen linst der Stand Bunter Hexenkessel hervor.
Aber der Reihe nach.
Uli Baysie verleiht der Klöppelei eine ganz eigene Note, fertigt mit einer für mich als des Klöppels unkundiger Laiin mit einer erstaunlich umfangreichen Bandbreite z. B. hauchzarte Schals die auf dem oberen Foto hinter ihr hängend zu sehen sind, aber auch kunstvolle Tunikas, wie die, die sie selber trägt. Wenn man ihr beim Klöppeln zusieht, merkt man schnell, dass sie mit sehr viel Herzblut und ungemein großem Können bei der Sache ist. Ungewöhnlich reizvoll ist auch ihr geklöppelter Schmuck wie ihre RingDinger und ihre farbenfrohen Armbänder. Tolle Sache!
Renate wiederum ist für mich so etwas wie der ruhende Pol des Wollfests. In vier Jahren Backnang (German Raveler Meeting 2009, 2010, Backnanger Wollfest 2011, 2012) habe ich sie und ihre Mannschaft immer nur strahlend, freundlich, ruhig und immer hilfsbereit erlebt, nicht ein Mal unfreundlich oder kurz vor der Raserei, noch nicht einmal im dichtesten Getümmel. Herrlich. Und immer mit einer guten Nachricht: So wie der z. B., dass das Wollfest auch nächstes Jahr wieder hier auf dem Gelände der Waldorfschule stattfinden wird. Das sorgt doch glatt auch bei mir für tiefste Tiefenentspannung.
Dieses Jahr war Renate unser Isager-Auffüllager. Für mich mit Alpaca 1, Farbe 055, für einen Isager-Rock, für mein Mütterli für das Material für den Solen-Pullover.
Auch der Hexenkessel wurde beehrte, denn ich weiß nicht, was es bedeuten soll, aber manchmal ist mir so schröcklich pastellerich zumute und dann kann ich dem Drang nach unbedingt einem solchen Strang einfach nicht widerstehen ... wovon auch Söckchen ein Lied singen kann, die einem Hexenkessel-Strang schon direkt in der Wollstube erlag :).
Wo wir schon beim Thema sind: Könnt Ihr sehen, was ich meine? Das grandiose an Wollmeetings ist die Möglichkeit, endlich die Menschen hinter Blogs kennenzulernen und genau das peilten die Frau Wo aus Po und ich für dieses Jahr mit ihrem Hinweis an, dass ich sie schon erkennen würde, ich müsste nur dem lautesten Lachen folgen. Funktioniert. Auch wenn sie mich als Erste gefunden hat! Liebe Geli, es ist mir eine Freude, endlich Dich neben Deinen Worten in meinem Kopf zu haben. Geli häkelt übrigens die genialsten Nanas! Doller Inspirationsmotor! Und in ihren Kammzügen fand sich eben auch dieser pastellricher, der regelrecht mit "Mich! Mich! MICH!" nach mir schrie. Na, da war ja alles klar, bequatscht und gelutscht.
Und noch ein Kammzug, dieses Mal mit kräftigen Farben, von CorgiHillFarm und vom lieben Onkel Jürgen nach dem Spindelunterricht angeboten. Gegen Spende. Quittengelee folgt. Ich werde mich darum noch vor dem nächsten Altweibersommer bemühen :).
Frau Wo-Po war übrigens zusammen mit Mel Ladylike unterwegs, ein kongeniales Duo, dessen eine Hälfte, nämlich Mel, mir eins auf die Ohren gab. Leckeres Ohrenfutter, kann ich da nur sagen und: Revanche folgt!
Mel und Geli nahmen zusammen an dem Wollfest-Webworkshop teil, ihre Webstücke sind hier zu sehen. Sagenhaft, ich kann das immer noch nicht fassen, was da in der kurzen Zeit entstanden ist. Chapeau Euch beiden!
Diese Kurse übrigens kann ich jeder/jedem für das nächste Jahr nur empfehlen. Was da von all diesen engagierten ReferentInnen zu einem unschlagbar günstigen Preis als ein Einstieg in eine Grundwissensbasis vermittelt wird, ist eine wahre Freude zu sehen.
Mensch, ich würde ja hier gerne jeden einzelnen Stand vorstellen, aber das würde den Rahmen, der jetzt schon gesprengt ist, vollkommen atomisieren, nun folgen zum Abschluss noch einige Damen, die ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollen, was nicht heißen soll, dass die weiteren Aussteller nicht ebenfalls alle toll gewesen wären, aber, wie gesagt, der Rahmen, usw. ...
Für Söckchen war Frau Handgefaerbt mit ihren "Kunst trifft Handwerk-Strängen" das erklärte Lieblingsziel. Handgefaerbt und dibadu traten ebenfalls im Doppelpack auf, was einfach nur sinnvoll war. Beide ergänzen sich einfach perfekt.
Auch ihr Stand war erst in den Abendstunden mal so frei, dass ich einigermaßen mal so eben versuchen konnte, ihn aufs Bild zu bannen. Außerdem finde ich, dass Aud perfekt dazu passt. Auch mit ihr konnte ich endlich mal mehr als nur fünf Wörter wechseln und daß, obwohl ich zu der Zeit schon so ausgepowert war, dass ich im Nachhinein das Gefühl habe, nur noch Quatsch gelabert zu haben.
Wer meint, hier auf dem Bild nur schnöde Wolle zu sehen, irrt. Das hier ist begreifbar gemachte Konfrontationstherapie. Jawoll. Genau für unwürdige, nicht logisch denken könnende Matheschnösel für mich. Da steh ich so mit Fasrigem neben, vor und hinter mir, schaue auf ein Dreieckstuch und neben mir erklärt Frau dibabdu einer Kundin die fraktale Botschaft von Barbara Laumbacher als Sierpinski-Hommage. "Alter Falter," dachte ich mir "das ist so abgefahren, da musst du jetzt doch mal nachhaken". Und das Ende vom Lied seht ihr hier (ich hoff mal zuversichtlich, dass da mehr als die altbekannte 3 schnöden Mathe-Punkte für mich drin sind): Oben die Anleitung, links ein Strang dibadu-Funnies "Nachtschatten" und rechts ein Strang handgefaerbt "Ägyptischer Traum II".
And now I proudly present Knitting Spiro! Nicht nur eine tolle Färberin und Faserkünstlerin, sondern auch genau die Frau, die jedes Jahr in Backnang die schärfsten Schuhe an hat!
Der Stand von Nature's Luxury war eine tolle Neuentdeckung für uns!
Und wenn ich mich jetzt erdreisten würde, ausgerechnet den Stand der unbedingt für das Bild inkognito bleiben wollenden Frau Maschenkunst unterschlagen zu wollen, würde ich bestimmt von meinem Mütterli und Soeckchen Dresche bekommen. Ehrlich. Da hört bei denen der Spaß auf - und das Träumen fängt an. Von zarter Wolle. Mit Perlen. Und Pailetten und von dem zarten Oberteil, das Daniela da trägt und das sie entworfen hat. Nach dem Wollfest 2013 wird es da einen Knitalong geben. Da führt gar kein Weg dran vorbei. Dafür sorgen die zwei dann schon. Da gibt's dann kein Entkommen :).
Herzlichen Glückwunsch und Dank all denen, die bis hierher durchgehalten haben. Dafür gibt es eine Belohnung, nämlich mein absolutes Wollfest 2012-Lieblingsfoto, das für mich alles hat und zeigt, was das Wollfest für mich bedeutet:
Wolle, Farben, Formen - und Freude! Schaut Euch mal die lächelnden Gesichter der beiden Ladys an. Zum Niederknien!
Auf Wiedersehen am 5. und 6. April beim 3. Backnanger Wollfest 2013!
So
08
Apr
2012
Bin ich schön?
Stell Dir vor, Du hattest einen Wunsch frei und dürfest Dir eine Eigenschaft für Dein Leben wünschen.
Wäre das - wusch - erledigt oder würdest Du Dir Zeit ausbedingen, um in Ruhe überlegen und abwägen zu dürfen?
Was wäre wichtig für Dich? Womit könntest Du Dein weiteres Leben am besten verbinden?
Wählst Du Macht? Reichtum? Ausgeglichenheit? Intelligenz? Kraft? Gesundheit? Zufriedenheit? Oder vielleicht Schönheit?
Oder würdest Du es darauf ankommen lassen - und nichts wählen, Dich für Dein ganz normales Leben entscheiden?
Hast Du darüber schon einmal nachgedacht?
Sa
07
Apr
2012
Da brat mich doch keiner einen Storch!
Für die,
- die sich noch nie einem Storch gegenüber sahen, für die die,
- die gar nicht wissen, dass es bei uns Störche gibt, für die,
- die Störche nur aus Büchern kennen, für die,
- die sich und ihren Kindern eine Freude machen wollen, für die,
- die wie ich in ihrer Kindheit das Märchen Die Geschichte von Kalif Storch besonders liebten,
für Euch alle hier ein ganz besonderer Ausflugstipp, der bestens in die Osterzeit passt:
In Bornheim (Pfalz), ganz in der Nähe von Landau, da könnt Ihr den Störchen sogar ganz aus der Nähe beim Brüten zusehen - so nah wie dort, das garantiere ich Euch, kommt Ihr ihnen normalerweise nicht.
In der Bornheimer Ortsmitte, da könnt Ihr den ersten Storch auf seinem Nest stehen sehen, direkt neben dem Rheinlandpfälzischem Storchenzentrum.
Von dort bis zur Storchenscheune ist es gar nicht weit! All die, denen ein Ausflug mal einfach so in die Pfalz nicht möglich ist, müssen nicht traurig sein, klickt einfach den Link der Storchenscheune an und dort könnt Ihr sogar per laufend aktualisierter Nestcam den Störchen beim Brüten in die Nester schauen!
Lasst Euch verzaubern von der Magie dieser großen Vögel. Davon, wie überaus zärtlich die Paare miteinander umgehen, während sie ihre Gelege hüten.
Vergesst nicht, einen freiwilligen Obolus in das Rohr zu werfen, das in die Kasse führt, die Unterstützung für die unendlich wichtige Arbeit, die hier geleistet wird, ist es wert.
Und passt auf, wenn ihr unter dem äußersten Nest ganz am Rand steht, denn dort kommt nicht nur Segen von oben ;).
Ganz im Sinne des schönen Reliefs am Storchenzentrum in der Ortsmitte:
Wenn wir die Schöpfung retten, retten wir uns selbst.
Und bevor noch jemand mosert, hier und hier könnt Ihr nachlesen, wie das mit dem Storch und damit, dass er auf keinen Fall in die Pfanne soll, zusammenhängt.
Frohe Ostern!
Von dort bis zur Storchenscheune ist es nicht weit:
Mo
02
Apr
2012
Einfach Frühling-Socken
Aus einem Drachen im Sack-Strang in der Mischung 75 % Schurwolle/25 % Bambus von der Drachenwolle vom Juli 2010 habe ich
ein einfaches Paar Frühlings-Socken gestrickt.
Lediglich leicht gemustert durch einen kleine Verzopfung über 4 Maschen rechts, 2 Maschen verzopft, 4 Maschen rechts, dann 5 Reihen glatt und in der nächsten Reihe 1 Masche rechts, 2 Maschen verzopft, 4 Maschen rechts, 2 Maschen verzopft, usw. Ein kleines feines Müsterli, das erst auf den 2. Blick auffällt, von der Färbung nicht gefressen wird, aber doch noch ein kleines Quentchen Bewegung hinein bringt.
Die Färbung an sich ist absolut grandios wildernd und so farbintensiv perfekt wie eine frühlingsfrische Krokuswiese.
Ich hoffe, die Empfängerin wird sich freuen :) - mir hat schon das Stricken an sich großen Spaß gemacht.
Technische Daten:
Größe 38
Nadelspiel 2,25 mm
Di
27
Mär
2012
Erstes zartes Rosa und Grün
Ich liebe es, wie der Frühling Fraben, Formen, Leben explodieren lässt. Wie ich vom einen Staunen ins andere laufe. Schaue, fühle, rieche, tief empfinde. Mich einfach freue am Moment, am Leben. Glücklich jetzt und hier sein zu dürfen.
Mo
26
Mär
2012
Ich denk an mich ...
... und die Reste für die Gäste.
Oder nicht?
War früher alles besser - oder doch besser - oder genaus verkorkt wie heute?
In der aktuellen Drachenwolle-Kolumne gebe ich meinen Senf dazu, ohne Wodka, wohlgemerkt!
So
25
Mär
2012
Kleine Kunst ganz groß
Über die Blogroll von Jana lernte ich den Blog von Stefanie Seltner kennen und von dort bis zu ihrem DaWanda-Shop war es nur noch ein klitzekleiner Hüpfer.
Ihre nur vom Format her kleinen & traumhaften Kunstwerke haben mich sehr berührt und so fanden
die "Kleine Königin mit Herz" und die geheimnisvolle "Madame Knopfkopf" ihren Weg zu mir.
Kunst spricht mich dann an, wenn sich in mir so ein wohlig warmes Ja breit macht. Und wenn nicht nur mein Herz zu lächeln beginnt.
Weil ich keinen Nagel in die Wand klopfen wollte, habe ich aus Schweißdrähten einem Schlehenästchen ein Gestell gebaut und daran hängen sie nun die beiden kleinen bezaubernden Damen. Davon gibt es kein Bild. Trotzdem: Lächeln.
Do
22
Mär
2012
Die Unfotografierbare!
Meine "Jacke, quergestrickt", Modell 19, aus dem Schoppel-Wolle-Magazin Knit the Cat, Ausgabe 1/2010, ist fertig.
Vor meinem Kleiderschrank liegt ein Kleiderknäuelhaufen, ich bin unzufrieden, kann diese Jacke und mich heute alles andere als ernst nehmen. Unfotografierbar.
Irgendwo habe ich in den letzten Wochen auf einem Strickblog einen Satz mit dem Tenor "Der/die intelligente StrickerIn muss nicht ribbeln" gelesen, auf den ich mir mental mal gleich ein weichgekochtes Ei geknackt habe. Natürlich mit Fleur de Sel und einer reschen Semmel - und mit Messer. Cut. Offen. Löffeln.
Ob sich Menschen, die sowas schreiben, ernst nehmen? Echt jetzt, denkt wirklich ernsthaft jemand über die Intelligenz oder auch nicht von StrickerInnen nach? Und darüber, wie sich diese auswirkt? So als eine Art Exzellenzcluster besonderer Innovation & fadentechnischer Kreativität?
Macht mich mein laissez-faire-stricken-und-stricken-lassen zu einem nadelschwingenden Dummbatz? Wobei, dieser Gedanke würde vielleicht manche Tage, solche wie heute, ... lassen wir das ...
Zurück zur Jacke. Würde Strickintelligenz mich antreiben, hätte ich mir wohl noch nicht mal zugestanden, die Jacke am Modell im Magazin als sehr inspirierend zu empfinden. Die dafür verwendete Wolle Crazy Zauberball "Schokoladenseite" hatte mich sowieso schon für sich eingenommen, so gut gefällt mir ihr Farbverlauf. So kam es, wie es kommen musste, ich sah das Heft, delektierte, erstand die Wolle, strickte los. Natürlich war mir klar, dass da für den Teil oberhalb der Schultern kein guter Halt vorhanden sein würde. Und natürlich war es mir egal, dass mir das klar war. Ich musste diese Jacke stricken und ich trage sie auch nicht so, wie das Modell sie trägt, sondern ganz anders, mal davon abgesehen, dass ich im vollkommenen Bewusstsein meiner geistigen Bewusstheit, das eine Vorderteilstück breiter strickte als das andere, weil ich beim Tragen, respektive der Befestigung einer Strickstückverzierzungsnadel, diese gewollte Asymmetrie betonen möchte, was auch wirklich mich zufriedenstellend funktioniert.
Die Jacke funktioniert also, aber ich weiß noch immer nicht (siehe das Kleiderknäuel vor dem Kleiderschrank), wozu ich sie tragen werde. Die Muse, das dumme Ding, will mich einfach nicht küssen.
Der Frau Mutter blieben heute als die geplanten Fotografieranweisungen erspart.
Ich geh mir jetzt ein weiches Ei kochen.
Technische Daten:
543 g Schoppel-Wolle Crazy Zauberball "Schokoladenseite"
Stricknadel 4 mm
Mo
19
Mär
2012
Jahrmarkts-Vollmond
Beim letzten Vollmond der Drachenwolle, der wieder unter dem Thema "Jahrmarkt" stand, war mir tweedelig zumute und so bestellte ich mir in Tweed von oben nach unten:
Betty und Abraham.
Sa
17
Mär
2012
Extrem süße Verwandlungen
Gestern schrieb ich von den Schweinen in Karlsruhe.
Heute von Museen/Ausstellungen.
Ich mag Karlsruhe. Schon damals, als ich noch fast in der Stadtmitte arbeitete und auch heute noch. Ich mag diesen Flair, der Unistädten anhaftet. Ich mag die Geschichte, die Kultur, die die Fächerstadt zeichnet, die sie trägt, die sie ausatmet.
Ursprünglich bis zum 01.04.2012 gedacht, zeigt die Junge Kunsthalle Karsruhe nun doch bis zum 12.08.2012 ihre kleine, aber überaus feine Ausstellung Extrem süß! gemalt gehäkelt gegossen.
Auch wenn die Ausstellungen der Jungen Kunsthalle speziell für ein junges Publikum konzipiert sind, so freut sich doch jeder daran, der im Herzen jung geblieben ist, sich nicht scheut, um Ecken zu denken und Neues zu entdecken.
Ich lege Euch diese Ausstellung überaus gerne und voller Überzeugung ans kreative Herz, unsere nämlich hat sie überaus erfreut ;).
Gleich nach dem Eingang rechts empfängt Euch (Allerdings tatsächlich nur noch bis zum 01.04.2012!!!) der wunderbar skurrile genähte Kaffeklatsch von Stefanie Alraune Siebert:
Vereint in tatsächlich unglaublicher Lebensgröße;:
Feodora Puste mit ihren wohlerzogenen Ratten, Leslie Liebermann und ihre wundersame Pralinennähmaschine, der schicke schriftstellernde Frido, Donna Carlotta und ihre riesige Jugenstilspinne, die Heilpraktikerin Marille Pfefferminze, der Magier Johann Braten, Peggy B. Busch, wobei dieses Bild nicht der Vollständigkeit huldigt, es gibt auf jeden Fall noch mehr zu entdecken, wie die Schicke mit der Zigarre im Mundwinkel, Fräulein Schrecklein, Otto von Ohngemach und weitere!
Die Treppe rauf im Theaterzimmer lässt sich vortrefflich schön sibertisch Posieren.
"Wie im richtigen Leben von" von Ulrik Happy Dannenberg zeigt ein süßes Triptychon, dessen Haltbarkeit abzulaufen beginnt - interessant von vorne und von hinten!
Ein Ausschnitt aus der ungeheuer fotorealistischen "Konditorei" von Andreas Orosz. Pure Magie!
"Für den kleinen Hunger!" - das glaubt auch nur jemand, der noch nie vor einem Werk von Peter Anton gestanden hat. Schaut Euch auch seine Pralinen an - die sind größer als die Kugel, die meine Schultern trägt!
Patricia Waller - ein Name wie Donnerhall in der Häkelszene! Und da dies primär eine Ausstellung für die Kleinen ist, ist es vielleicht ganz gut, dass nur ihr Erdbeer- und ihr Schokoladeneisbecher zu sehen sind ... (ein Schelm, wer böses und an "Who killed bambi" dabei denkt).
Fazit: Eine kleine feine Ausstellung, für die, die jung geblieben sind im Herzen, Freude an anderen Blickwinkeln haben und für alle die, die ihren Kindern mit ihr eine Freude machen wollen, denn gegen den Unkostenbeitrag von schlappen 1,-- €, darf mit Unterstützung Süßes gewerkelt werden.
So sieht das z. B. aus:
Unser Museumstag in Karlsruhe führte uns von hier aus mit einem schönen Spaziergang samt Eichhörnchenbegegnung durch den Botanischen Garten und den Schloßpark hin zur Staatlichen Majolika Manufaktur. Zu meinen Karlsruher Zeiten, so mit Anfang 20, hatte ich eine gleichaltrige Kollegin, die eifrig alle erreichbaren Flohmärkte im Umkreis abklapperte, da sie Majolika sammelte. Ich fand das damals ungeheuer schnarchig und pupsig. Hätte ich sie nur damals mal besucht, die Manufaktur, dann wäre ich spätestens dort eines Besseren belehrt und bekehrt worden. Das nur so am Rande, falls es Euch vielleicht auch schon immer so ging wíe mir damals.
In der Verkaufsausstellung ist natürlich kein Vorbeikommen am klassischen Bambi.
Aber es gibt auch schicke Neuinterpretationen, wie hier die von Sybille Onnen. Da wünscht man sich doch gleich, einfach so die nötigen zusätzlichen Okken dafür in der Tasche zu haben. Alles andere als schnarchpupsig! Ich liebe solch frech augenzwinkernde Neuinterpretationen.
Auch das Museum ist einfach nur rundum zu empfehlen und bietet einen äußerst sehenswerten Abriss über die gesamten Schaffensperioden der Manufaktur. Unglaublich, die Formen- und Farbenvielfalt auch der älteren Exponate und ihr ungeheur elegante und leichte Detailverliebtheit!
Schaut mal bei diesem Wandbrunnen auf die rechten untere Ecke über dem rechteckigen Becken. Habt Ihr ihn entdeckt, den kleinen Frosch? So süß!
Unverwechselbar die Arbeiten von Max Laeuger. Hochästhetisch.
Fazit: Wenn man sowieso in Karlsruhe ist, Kultur, Kunst & Geschichte liebt, dann ist die Majolika Manufaktur ein Muss, wenn man nicht als schnarchender Pups enden will ;).
Zurück auf dem Blauen Majolika Strahl durch den Park, hin zum Schloß, drumherum und geradewegs Richtung Pyramide zum Museum beim Markt. Über die dort aktuelle Ausstellung Verwandlungen hatte ich bereits in der der Drachenwolle-Kolumne "Wortreiches" geschrieben.
Besonders gespannt war ich natürlich auf die Exponate von Akihiro Higuchi.
Besonders genau habe ich mir seine umstrickten Tierkörper angesehen.
Ich mag die Botschaft, die der Künstler vermitteln möchte. Sehr inspirierend. Bei der Nachhausefahrt dachte ich darüber nach, was beim letzten Flohmarktbesuch aus dem alten Fischpräparat mit Hilfe meiner Stricknadeln hätte werden können, wenn ich es doch nur mitgenommen hätte ...
So eine Art Pferdespielanzüglein mit Strickhöschen samt Zwickel und Knopfleisten. Das muss man schon mögen. Kein Problem für mich.
Noch weitaus beeindruckender seine Wasserfarben- und Acrylfarbenmalereien auf den Flügeln von Motten. Zauberhafte Memento moris, die zum Nachdenken anregen. Über Schönheit, Vergänglichkeit, unseren gleichgültigen Umgang mit der Natur.
Beeindruckend, wie er es schafft, diese Old School Pin Ups so aussehen zu lassen, als wären sie der ganz normale Schmuck dieser Falter.
So wie mich Higuchis Arbeiten in eine Traumwelt entführten, begleiteten mich die filigranen Arbeiten von Mutsumi Aoki weiter auf dem Weg in die Phantasie.
Der "Parasit" lässt eine Pflanze aus dem Rücken wachsen.
"Spaziergang über den Sanzou" in Schuhen aus getrockneten Algen, die, wenn man sie erlaubertweise leicht anpustet, sich zart bewegen.
"Romancier" mein Lieblingsexponat von ihr. Ich könnte es stundenlang betrachten. Immer neue Details entdecken. Traumhaft.
Fazit: Kunst auf die Spitze getrieben. Absolut sehenswert. Hinfahren! Reingehen! Ansehen! Zeit vergessen!
Und auch die Treppe nach oben zu Design, Jugendstil, Art Déco auf keinen Fall vergessen.
Karlsruhe lohnt sich - gebt Euch die Chance, inspiriert und zum Träumen gebracht zu werden!
Fr
16
Mär
2012
Schweine im Schloßpark
Frühling lässt sein blaues Band in Karlsruhe durch den Botanischen Garten, am Schloß und den Museen entlang flattern:
Tiefes blaues Blütenmeer ... ach, Frühling!
Und dann das:
Horden von Schweinen im Schloßpark, von einem Ende zu anderen. Von links nach rechts und diagonal zurück.
Auch in anderen Städten gibt es dieses Problem mit Schweinen in Parks, Vorgärten, an Mülleimern. Doch in Karlsruhe ist etwas anders. Es sind nicht die grunzenden Vierbeiner, sondern eine spezielle zweibeinige Spezies und wenn die fertig ist mit dem Park, dann sieht das so aus:
Also ich möchte da nicht sitzen, auf dem schon leicht sonnenwarmen Rasen oder der Bank.
Leute, lasst das sein mit dem Togo-Zeugs: dem Kaffee, dem Asia- und/oder Fast-Food-Snack, den Döner- und Brezeltüten und den Fleischklopspappen!
Kauft Euch eine Thermoskanne. Fangt an, für Euch, Eure Bekannten und Freunde zu schnippseln, mischen, kochen, backen. Schmiert Schnittchen, verziert Cupcakes, viertelt Eier.
Das schmeckt besser, ist gesünder, Ihr wisst was drin ist, es ist günstiger und zugleich noch ein Zeichen dafür, dass Ihr Euch Zeit für Euch selber und die, die Ihr mögt, genommen habt. Wertschätzung ist das Zauberwort.
Und wenn Ihr das trotzdem nicht wollt, keine Zeit dafür habt, oder nicht die küchentechnischen Möglichkeiten, dann nehmt Euren Abfall doch wieder mit, werft ihn wenigstens in die dafür aufgestellten Mülltonnen. Aus Respekt. Gut, wenn Ihr schon keinen für Euch selber habt, dann doch bitte wenigstens für die, die nach Euch hier ihre Zeit genießen wollen. Und erst recht für die Natur. Für die Grasflächen und, ja, auch für die Tiere, die auf, in und von ihr leben, oder würdet Ihr Euch gerne in Abfall und Gestank suhlen?
Ach, ist Euch egal, solange es Leute gibt, die Euren Müll entfernen?
Wisst Ihr was? Ihr seid arme Schweine. Und dazu noch nicht mal leckere!
Mi
14
Mär
2012
Testballon für "Mollie MAKES"
Der OZ-Verlag lässt mit einem eigens aus fünf englischen Originalausgaben von Mollie MAKES zusammengestellten Testballon los, um zu sehen, ob dieses DIY-Erfolgsformat von der Insel auch bei uns einen solch durchschlagenden Erfolg haben könnte.
Für die Redaktion gewonnen werden konnte die bezaubernde Anja Brinkmann (Danke, liebe Tanja!!!), Kreativ-Blog-LeserInnen nicht nur durch ihre beiden wundervollen Fräulein-Bücher auch bestens als Maki bekannt ;).
Mir gefallen all die Sachen die Mollie so macht, ganz wunderprächtig, nur eins stört mich an dem Heft:
Dass ich nur eines davon habe.
Bleibt zu hoffen, dass nicht nur ich von diesem Magazin begeistert bin und wir bald zwei, drei, vier, fünf, ... mehr Hefte haben, durch die wir immer wieder neu blättern können, um ganz viel nachzumachen!
Bis das soweit ist, halte ich immer wieder mal auf Mollies Blog nach Neuem Ausschau.
Di
13
Mär
2012
Lecker Carrot Cake
Große Bahnhofsbuchhandlungen mit einer ausgedehten Zeitschriftenabteilung sind eine kleine Leidenschaft von mir. Solche wie im Heidelberger Hauptbahnhof.
Ist Euch schon einmal ihr ganz eigener Geruch aufgefallen? So nach Druckerschwärze und Papier. Ich mag das sehr.
Und wo ich schon bei Druckerschwärze bin:
Der Zeitschriften- und Magazinmarkt boomt - mir ist es ein Mysterium, warum es dabei der Druckbranche so schlecht geht. Ja, o. k., ich kenne mich eReader betreffend überhaupt nicht aus, weiß nur, dass man Zeitschriften auch so lesen und abonnieren kann, was sicher Vorteile hat, aber ich habe keinen, will auch noch keinen und so freue ich mich am Geruch des Ladens, am Zeitschriftenblättern und genieße es sehr, wenn die neueste Ausgabe eines meiner Lieblingsmagazine erschienen ist und ich auf der Zugfahrt Richtung Daheim einen ersten Blick hineinwerfen kann.
Letzte Woche klemmt mir die aktuelle LECKER Spezial-Ausgabe Bakery auf meinem Weg treppab unterm Arm. Sehr liebevoll, sehr verspielt ist das Heft ausgestaltet und dazu auch noch mit leckeren (sic!) Rezepten, wie diesem
Carrot Cake mit Frischkäsefrosting von Fabio Haebel, dem die (hier von Jeanny von Zucker, Zimt & Liebe vorgestellt) Tarterie St. Pauli
gehört.
Ich habe im Rezept für Kuchen und Frosting auf einiges an Zucker verzichtet, für den Teig Dinkelmehl verwendet und in das Frostin Zitronenabbrieb mit hinein gegeben.
Lecker!!!
Mo
12
Mär
2012
Knusprig
Chips sind ungesund. Chips haben viel zu viel Kalorien. Chips sind fettig. Chips machen süchtig.
Wer sich vernünftig ernähren möchte, sollte also tunlichst einen großen Bogen um Chips machen.
Aber wer is(s)t schon immer stark, gesundheitsbewusst, vernünftig?
Ich nicht.
Leider.
Ober auch leider nicht.
Allergiebedingt kommen sie mir immer seltener ins Haus, die Knisperdinger und wenn doch, dann nur gesalzen und ohne olle Geschmacksverstärker und ihre chemischen Kumpels.
Beim kleinen Fronkreischausflug mit Herrn Ev konnte ich bei diesem Angebot nicht widerstehen:
Die Vitelotte ist meine Lieblingskartoffel, hey, da konnte ich doch nicht "Non" zu ihr in in diesem Aggregatzustand sagen! Ausgesprochen angenehm nur leicht gesalzen, knusprig wie ihre bleichen Geschwister, kalorienärmer (sind) waren sie trotzdem nicht ;).
Und diese Süßkartoffel-, Pastinaken, Karotten-, Rote Beete-Chips schmecken ungewohnt süßlich durch die Zugabe von Glucosesirup. Besonders die Pastinake haut mit ihrem typischen Aroma voll durch. Das muss man schon mögen. Die Scheiben sind dicker, nicht minder knackig und laden ausdrücklich dazu ein, sie in Kräuterquark zu dippen. Gerne mageren. Oder in einen Dilljoghurtdip. Oder in einen Avocadodip. Oder Tsatsiki. Oder Bärlauchhüttenkäse. Oder. Oder. Oder ...
Sa
10
Mär
2012
Ruth Kindla "Farbenspiel mit verkürzten Reihen"
Das neue Buch von Ruth Kindla mit dem Titel Farbenspiel mit verkürzten Reihen bot heute im Hause Ev viel Spaß unter dem Motto "Zwei Frauen, ein Buch, zwei Ansichtsweisen" ;).
Während Mutter Ev Bücher und Anleitungen allgemein in erster Linie visuell über die Garn- und Farbwahl der Bilder der Modelle beurteilt und gleich dadurch entscheidet, ob sie etwas für sie sind oder nicht, bin ich in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil von ihr.
Für mich ist es nahezu vollkommen unbedeutend, welches Garn und welche Farbwahl für ein Modell getroffen wurde. Oft ist es schon so, dass ich beim ersten Anschauen bereits eine Idee habe, was für eine Wolle ich gerne verarbeiten würde. Bilder sind für mich von rein informativem Interesse, aber absolut nicht ausschlaggebend bei der Entscheidung, ob ich ein Strickstück genau so mag oder nicht.
Natürlich knallt das Modell auf dem Titelbild von Ruth Kindlas neuem Buch ob seines Schnitts und seiner Farbgebung rein. Die Asymmetrie des Pullovers reizte mich so, dass ich das Buch vorbestellte und mich riesig gefreut habe, als es heut im Briefkasten steckte und ich wurde nicht enttäuscht.
In den letzten Monaten war es so, dass mich die deutschen Strickzeitschriften, die nahezu sämtlich irgendwelche Vornamen als Titel tragen, in keinster Weise mehr ansprechen. Ich blättere sie durch, sobald sie im Zeitschriftenregal auftauchen und nach dem Durchblättern wandern sie auch schon wieder zurück ins Regal, denn das, was sie zeigen, so geht es zumindest mir, ist dermaßen beliebig dem Mainstream geopfert, dass ich durchweg davon gelangweilt bin.
Ich mag Ungewöhnliches, ich mag ernsthafte Informationen zu unterschiedlichsten Themen, bespaßen kann ich mich selber, dazu brauche ich keine Handarbeitspostille, ich mag Designer-Portraits und - ja - mir muss gar nicht alles gefallen, ich möchte unterhalten und kreativ animiert werden, ich möchte auch Modelle sehen, die polarisieren und Strickstücke an normalen Menschen wie Du und Ich, nicht an ätherischen jungen Mädchen, deren BMI mir so niedrig anmutet, dass ich ihnen gerne eine Butterschnitte schmieren, ihnen diese in die Hand drücken und sie bei einer Selbsthilfegruppe für Essgestörte vorstellen möchte.
Die Modelle in diesem Buch sind anders. Auch an große Größen wurde gedacht und die Modelle, die sie vorstellen, finde ich durch die Reihe einfach klasse!
Ich möchte hier nicht jedes einzelne Strickstück durchkauen, exemplarisch zeigen möchte ich gerne diese hier:
Der Westenschal "Jaspis" gefällt mir durch seine pfiffige Form, die viele Tragevariante ermöglich, sehr gut.
Die Swingerjacke "Amethyst" gefällt mir von ihren Proportionen her äußerst gut.
Herr Ev wird nicht an der Herrenjacke "Achat" vorbeikommen. Mir völlig egal, ob er sie dann tragen wird oder nicht!
Die Damenweste "Jade" hat es mir besonders angetan - auch sie ist asymmetrisch gearbeitet und ihr eines Vorderteil zieht sich über die Schulter geschlagen bis über den Rücken hin. Sehr interessant. Für sie habe ich schon einen ganz konkreten Garnstashgedanken im Hirn!
Für alle Modelle wurden unterschiedliche Garne von Schoppel-Wolle verarbeitet.
Da ich Schoppel-Wolle aus diversen Gründen sehr mag und es kein Modell in diesem Buch gibt, bei dem ich mir nicht vorstellen kann, es nicht zu stricken, werde ich mit Sicherheit dafür Garne aus Wallhausen verarbeiten - aber eben nicht nur - und nicht jedes Modell in Farbverlaufsgarn ;).
So wie ich das eben von mir gewohnt bin.
Hauptsache ist doch der Spaß am Stricken und den werde ich haben. Ganz bestimmt!
Fr
09
Mär
2012
Drachenfarben
Wohlan, so einiges an Wolligem ist nachzutragen ;)!
Zunächst rund um den Februar-Jahrmarkt-Vollmond der Drachenwolle - und wer den März-Vollmond nicht verpassen möchte, der sollte sich heute Abend sputen und ruckzuck beim Monderscheinen den PC anschalten und sich durch die Farben und ihre Geschichten schwelgen!
Aber zurück zur Wolle aus dem Februar:
Von links nach rechts:
Karneval-Tiger "Regenbogen" (der sieht angestrickt, wie im Drachenwolle-ravelry-Forum zu sehen, a b s o l u t spektakulär aus), Jahrmarkt-Vollmond-Überraschungsstrang "Mirabelle" (genau meine Farbkragenstärke) und ganz rechts ebenfalls aus dem Jahrmarkt-Vollmond "Obsidian und Marzipan" (schwarz mit kurzen Neoneinfärbungen in grün, orange, pink)
Ebenfalls nicht widerstehen konnte ich bei der Strickpackung für die Tunika Pia:
Obwohl mir die im Shop vorgestellte Färbung außerordentlich gut gefällt, habe ich mich, nach ausgiebig langer Beratung für mich für die Farben 17 - Beere und 1 - Silbergrau entschieden, denen ich leider mit meinem Foto ganz und gar nicht gerecht werden kann!
Vollmundig hatte ich getönt, den Plan zu haben, die Tunika bis zum Wollefest Backnang am 13. und 14. April schon fertig zu haben, nur um mir jetzt ganz kleinlaut einzugestehen, dass da wohl mehr der Wunsch die Mutter des Gedanken war als die Realität.
Puh, am Mittwoch in Aglasterhausen waren Floriane, Wollsporty und ich uns darin einig, dass wir uns immer viel zu viel auf einmal vornehmen.
Stricken ist und bleibt einfach mein liebstes Hobby und wenn ich ein schönes Strickstück sehe, dann würde ich am liebsten sofort nach den Nadeln und der Wolle greifen und alles andere dafür liegen lassen ... und wenn ich das wirklich nicht nur ab und an mal mache, sondern zu Regel werden lasse, dann verliere ich den Überblick über Wolle, Projekte und Pläne voll und ganz total. Und die Freude daran wäre ruckzuck in dem Durcheinander auch hinüber.
Muss ich halt die mentale Peitsche schwingen und schön weiter an der quergestrickten Jacke arbeiten. Für den 1. Ärmel fehlt zur Fertigstellung nur noch ein recht kleines Stück, dann muss nur noch der zweite gearbeitet und die Fäden verwahrt werden.
Pia, Land ist in Sicht!
Do
08
Mär
2012
Jetzt geht's los!
Ab heute ist es soweit - und ich drücke alles, was sich zum Glück bringen drücken lässt! Versprochen!
Ich bin schon jetzt so was von stolz auf Dich!
Mi
07
Mär
2012
Strickperlen in Aglasterhausen
Heute. 15:00 Uhr. Endlich wieder! Im Café der Landbäckerei Banschbach in Aglasterhausen. Ich freu mich so!
So
04
Mär
2012
Verstricktes
Gestrickt wurde & wird hier auch noch.
Bereits seit Januar fertig ist der "Asymmetric Poncho" von Debbie Bliss aus dem Magazin "Debbie Bliss Knitting Magazine Spring/Summer 2010.
Technische Daten:
14 Knäuel Schoppel Wolle Softappeal, Farbnummer 990, verstrickt mit einer Rundstricknadel 3,75 mm in der angegebenen Einheitsgröße.
Dass ich Asymmetrie mag, dürfte hinlänglich bekannt sein, außerdem habe ich ein großes Herz für alles, was ein bischen anders ist :). Mir gefällt's.
Ebenfalls endlich fertig gestrickt ist das 3. Paar meiner Weihnachtswürmlis 2011. Würmlis, also Socken ohne Ferse, stricke ich sehr gerne als kleine Überraschungsgeschenke, da sie für jede Fußgröße passen und sich außerdem wirklich gut tragen lassen.
Technische Daten:
Drachenwolle "Strickschokolade - Mousse au chocolat" vom April 2010, verstrickt mit Nadelspiel 2,25 mm
Auf Wunsch des ältesten Kindes wärmt ein "Rikke Hat" den Kopf.
Technische Daten:
2,5 Knäuel ONline Linie 20 Cora, Farbe 104, Nadelspiele 3,5 und 5 mm
Slouch par excellence. - Kind zufrieden, Mutter zufrieden.
Ruhig und langsam geht es Patch für Patch mit den Quadraten für meine "Squares on the Roll-Decke" aus Sockenwolleresten voran. Ich versuche, an jedem Wochenende mindestens ein neues Quadrat dafür zu stricken.
Mittlerweile beim 1. Ärmel angekommen bin ich für die "Jacke quergestrickt" aus dem Schoppel Wolle-Magazin "Knit the Cat Ausgabe 1/2010, für die Schoppel-Zauberbälle in der Stärke 6 mit der Farbe "Schokoladenseite" verarbeitet werden. Ich mag diese Färbung sehr und habe aus ihr mit den Crazy-Zauberbällen letztes Jahr die "Tunika mit Passe" aus dem Schoppel Wolle-Magazin "WollZauber 01/2010 verstrickt.
Ich konnte es nicht lassen, der quergestrickten Jacke wieder meinen eigenen Stempel aufzudrücken und so halte ich mich nicht vollkommen an die vorgegebene Anleitung.
Sa
03
Mär
2012
Chili, vegan
Chili = in diesem Fall ein scharfes Gericht aus Fleisch, Chilischoten und anderen Zutaten, das seinen Ursprung im Süden der USA hat.
Vegan = Verzicht des Konsums von Fleisch, Fisch, Milch, Eiern, Milch, Honig und anderer tierischer Lebensmittel aller Art.
Ich esse gerne Fleisch. Ich esse gerne ohne Fleisch, es lag also nah, dass ich das Rezept von Attila Hildmann für ein veganes Chili in der aktuellen EatSmarter! 2/2012 auszuprobieren.
Ich bin nicht gerade ein Fan von Tofu, in dieser Kombination aber hat er mich nicht gestört. Das Chili selber werde ich mit Sicherheit wieder kochen, dann allerdings mit weniger Tomatenmark, denn die in den Zutaten angegebenen 200 g waren mir von ihrer Mächtigkeit im Geschmack her wirklich zuviel. Ebenso würde ich beim nächsten Mal die 3 El Agavendicksaft auf lediglich 2 El verringern. Verzichtet habe ich auf den angegebenen Mais, weil ich Dosenmais einfach nicht besonders mag.
Der Pfiff bei der ganzen Sache ist für mich das Avocado-Sojajoghurt-Topping, allerdings werde ich da dann wieder lieber auf meinen türkischen Lieblingsjoghurt zurückgreifen. Sojajoghurt, auch wenn es kein gesüßter ist, sagt mir von der Konsistenz und vom Geschmack her einfach nicht zu. Mal ganz abgesehen von seiner gegen einen herkömmlichen Joghurt doch recht langen Zutatenliste.
Hackfleisch in sehr guter Neuland-Qualität von unserem Metzger und ein ganz normaler Joghurt ohne jegliche weitere Zusätze, dabei habe ich dann doch ein sehr viel besseres Gefühl.
Fr
02
Mär
2012
Verwandlungen
In der aktuellen Drachenwolle-Kolumne gibt es dieses Mal einen japanisch-deutschen Tipp von mir, der gerade auch für StrickerInnen interessant sein dürfte.
die farbe ev
